Die Flucht aus dem Alltag

Jeder hatte wohl schon mal einen dieser Tage, an denen man keine Lust mehr hat, weil einfach nichts klappen will oder richtig schief läuft!

Morgens weiß man die Vokabeln schon nicht mehr, die man sich nachts noch auf jede erdenkliche Art versucht hat beizubringen. Irgendwie klingelt die Schulglocke viel zu früh, man hechtet gerade noch so in den Unterricht. leider ohne gefrühstückt zu haben. Mit knurrendem Magen also, muss man auch noch eine unerwartete Ex im totaalen Lieblingsfach über sich ergehen lassen und am liebsten würde man schon nach der zweiten Stunde weinend nach Hause rennen.

Doch als wäre das noch nicht genug, platzt dem Banknachbar aus Versehen die Wasserflasche und die ganzen Hefte auf dem Tisch sind vollkommen im Eimer. Endlich, etwas fröhlicherer Stimmung auf dem Heimweg, übersieht man einen Kaugummi und bleibt bei jedem zweiten Schritt am Boden kleben. Die Haustür knallt wütend zu, man ringt sich noch ein halbwegs nettes „Ich bin zu Hause Mum“ ab und flüchtet gestresst in sein Zimmer.

Stress im Alltag, wer kennt ihn nicht. Er scheint immer irgendwo in unserem Kopf zu lauern und uns den Tag vermiesen zu wollen. Statt sich über Kleinigkeiten im Leben freuen zu können, flüstert er uns Dinge ins Ohr wie „Das alles musst du noch tun? Das schaffst du doch nie!“ oder „Deine Woche ist schon wieder so voll, ertrinkst du nicht langsam in allem?“. Manchmal finden wir garkeine Ruhe mehr, er raubt uns den erholsamen Schlaf und lässt unsere Gedanken an die nächsten Aufgaben nicht ruhen.

Doch nicht verzweifeln, es gibt da einiges was man gegen Stress und Druck im Alltag tun kann:

Zuerst einmal tief durchatmen und vielleicht auch mal das Handy weglegen. Denn wie du vielleicht selber weißt, hast du immer das Gefühl erreichbar sein zu wollen oder sogar zu müssen. Somit kommst du nie wirklich zur Ruhe.

Also nimm dir einfach mal Zeitnur für dich und hör Musik, greif mal wieder zu einem Buch, mal etwas oder versuch aufzuschreiben wie dein Tag war. Du kannst dabei mal alles Schlechte aufs Papier bringen, danach fühlst du dich bestimmt auch gleich befreiter. Aber fokusiere dich auch auf die guten Gedanken.

Manchmal ist es heutzutage echt schwer nicht nur die negativen Dinge zu sehen, denn man hat ja von überall immer diesen ständigen Druck. Allein wenn man einmal durch Tumblr oder Instagram scrollt hat man sofort das Gefühl, die eigene Hüfte wäre nicht dünn genug, die Haut nicht rein genug und auch einiges Anderes scheint nicht dem Ideal zu entsprechen.

Warum stressen wir uns selbst teilweise unbewusst damit? Was ist denn das „Ideal“ unserer Gesellschaft?

Und ist vllt das angebliche „Ideal“ nicht mit unserer Wirklichkeit zu vergleichen? Denn all die Models und Trendsetter da draußen, scheinen doch auch nur zu versuchen, sich selbst zu verwirklichen und nicht anderen vorzuschreiben wie sie zu leben oder zu sein haben. Ideale ändern sich sowieso jeden Tag.

Vorgestern ists „die Dünne“, gestern „die Fitte“, heute „Kylie Jenner“ und morgen dann die Hausfrau? Wir müssen uns bewusst machen, dass jeder von uns individuelle schöne Seiten hat, die einen zu etwas ganz Besonderem machen. Und jeder von uns ist daher ein schöner Mensch, egal nach welchem Ideal wir streben. Und niemand ist perfekt: „Der Nerd ist nicht schlechter als du, der Angesagte nicht besser.“

Wenn wir das einmal verinnerlicht haben, sinkt doch schon mal erheblich der Druck. Oder nicht?

Denn wenn wir uns selber akzeptieren, können wir auch mit dem Rest da draußen besser klar kommen und versuchen einfach mal die Basis zu chillen. Zeit für Termine und Freunde einzuräumen muss manchmal sein, aber Zeit für sich selber steht doch an erster Stelle. Geht es dir gut und bist du stressfrei, spiegelt das auch direkt deine Umgebung zurück.

Also auch wenn du morgens die nächtlich gelernten Vokabeln vergisst, hilft dir sicher ein Freund bei der Abfrage. Auch wenn du einen leeren Bauch hast, weil du sonst den Bus verpasst hättest, hat der Hausmeister sicher noch etwas für dich.Und nach der geplatzten Wasserflasche deines Banknachbars, ist alles vielleicht so durchnässt, dass ihr erstmal aus dem Unterricht befreit werdet und zusammen drüber lachen könnt.

Stress und Druck im Alltag ist verdammt nervig, aber mit nur ein paar Gedankenveränderungen könnt ihr beidem locker ins Gesicht lachen.

 Jennifer Riesinger Q11-3
Madeleine Scheuerpflug Q11-3

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