Drohbriefe gegen die Schule – warum?

Seit Anfang letzten Jahres bekommen Lehrer und auch der Direktor Herr Pinzner Hass und Drohnachrichten sowie Morddrohungen, die so weit führten, dass auch die Polizei eingreifen musste.

Anlass für die Drohnachrichten war die Ankündigung der Entlassung eines Oberstufenschülers. Dieser Schüler war schon seit über einem Jahr nicht mehr in der Schule, weil er sich nicht testen lassen wollte. Dadurch sammelte er zu viele Fehltage an und verpasste auch unentschuldigt einige Klausuren. Daher folgte die Entlassung, wogegen sich die Mutter wehrte, indem sie die BILD-Zeitung einschaltete. Dort erschien ein ziemlich einseitiger Bericht, in dem die Schule als sehr hart dargestellt wurde. Andere Zeitungen wie der Focus berichteten anschließend ebenfalls, allerdings deutlich ausgewogener. Es war vor allem der Artikel in der BILD, der dazu führte, dass Hassnachrichten an die Schule geschickt wurden.

Sidekick:

Wie haben Sie reagiert, als Sie das erste Mal eine Drohnachricht bekommen haben?

Herr Pinzner:

Wir waren geschockt, wie uns die anonymen Briefeschreiber gesehen haben, da auch Morddrohungen dabei waren. Viele Verfasser hatten nichts mit der Schule zu tun. Wir haben natürlich sofort eine Anzeige bei der Polizei erstattet.

Sidekick:

Was war der Hintergrund?

Herr Pinzner:

Ein Schüler, der sich nicht testen wollte, wurde am 1.12.2021 entlassen, da er deswegen zu viele Fehltage hatte. Daraufhin kamen viele Briefe, bei denen es sich um Drohnachrichten handelte, von Impf‐ und Testgegnern, die teilweise auch aus anderen Bundes ländern abgeschickt worden waren.

Sidekick:

Um was ging es in den Briefen?

Herr Pinzner:

Es ging darum, dass Kinder und auch Studenten sowie Lehrer zu verwöhnt seien und nur noch mit dem Kopf denken könnten, anstatt hart zu arbeiten. Unter anderem ging es auch manchmal um Politik und eben auch um Morddrohungen.

Sidekick:

Haben Sie schon einmal herausgekriegt, wer Ihnen solche Briefe schreibt?

Herr Pinzner:

Ja, da die Polizei Fingerabdrücke und anderes genommen hatte, wurde ein Lastwagenfahrer aus Garmisch‐Partenkirchen angehalten und durchsucht.

Sidekick:

Wo haben Sie die Briefe gefunden?

Herr Pinzner:

Sie wurden in unseren Briefasten geschmissen. Kurz darauf ging es aber schon so weit, dass sogar manche Lehrer Briefe in ihren Fächer fanden.

Zum Abschluss noch eine Anmerkung der Redation. Viele fragen sich sicherlich, ob wir Schüler überhaupt etwas dagegen tun können.

Ja, wir Schüler sollten nicht die Lehrer oder den Schulleiter dafür verantwortlich machen, dass wir Masken tragen und uns testen lassen müssen. Sie können nichts dafür und halten sich nur an Gesetze und Vorschriften. Außerdem sind sowohl Masken als auch Tests erwiesenermaßen sinnvoll. Sie mögen nerven und unangenehm sein, aber sie schützen uns eben auch. Das können wir anderen Schülern, die nur gegen sie schimpfen, so auch sagen.
Seit Ende Dezember bekommt die Schule übrigens keine Drohbriefe mehr.

Ella Lemke, 7b, und Penelope Velt, 5a

Einen der noch harmloseren Briefe findet ihr hier:

Ein Gedanke zu “Drohbriefe gegen die Schule – warum?

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