Mein Ausflug zum Hambacher Forst

IMG_5475Am Tagebau Hambach sollte das letzte Stück Wald für den Braunkohleabbau gerodet werden. Am 6. Oktober 2018 reiste ich, wie auch mehr als 50.000 andere Menschen aus ganz Deutschland zum Hambacher Forst, der zwischen Köln und Aachen liegt. Damit zeigten wir, dass wir mit der altmodischen und dreckigen Braunkohle zur Energiegewinnung nicht mehr einverstanden sind.

 

„Hambi bleibt!“ Mit diesen Sprechchören wurden wir an dem kleinen Bahnhof von Buir von einer Menschenmasse begrüßt. Von dort aus machten sich Tausende mit uns auf den Weg zum Wald, um sich für bessere Klimabedingungen einzusetzen. Aus allen Richtungen strömten die Menschen heran. Wir kamen, um der Politik zu zeigen, dass es so nicht weitergehen darf! Wir dürfen unsere Erde nicht zerstören und müssen etwas tun, um das Klima retten!

IMG_5472Das Wetter war sehr warm und die Stimmung war wie auf einem Volksfest. Musik, Tanz, Sprechchöre! Durch die vielen Menschen gab es eine riesige Staubwolke. An den Ständen verteilten Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace oder BUND Demoschilder für den Kohle-Stopp. (Bild Klima-Kohle, Stand)

Fakten: Der Hambacher Forst ist der Rest eines 12.000 Jahre alten, noch unberührten Waldes, von dem heute nur noch 2 Quadratkilometer übrig sind. Der größte Teil wurde bereits abgeholzt, damit am Hambacher Tagebau Braunkohle abgebaut werden kann.

Faktencheck Braunkohle: Für diesen wertvollen Rohstoff soll der Forst abgeholzt

 

werden. Braunkohle ist der fossile Rohstoff, der durch Druck und Luftabschluss in vielen hunderttausend Jahren unter dem Wald entstanden ist. Er wird in großen Mengen abgebaut und entweder zur Stromerzeugung in Kohlekraftwerken verbrannt oder zum Heizen verwendet.

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Klimaschutz und Braunkohle

Der Braunkohlestrom war für die industrielle Entwicklung in Europa in der Vergangenheit sehr wichtig. Doch 2015 wurde in Paris ein Klimaschutzvertrag von vielen Staaten unterschrieben, weil die Politiker verstanden haben, dass die menschengemachte Klimaerwärmung gestoppt werden muss. Dafür soll ab spätestens 2030 keine Energie mehr aus Braunkohle entstehen und durch umweltfreundliche Stromproduktion ersetzt werden.

 

Braunkohle und Umwelt

Durch den Tagebau am Hambacher Forst wird das Umweltsystem stark aus dem Gleichgewicht gebracht, weil die Rodung des Waldes die natürliche Lebenswelt der Pflanzen und Tiere zerstört und der Abbau das wertvolle Grundwasser versickern lässt.

Die beiden Braunkohlekraftwerke in der Nähe des Hambacher Tagebaus sind die klimaschädlichsten Kraftwerke in Europa. 10% aller schädlichen CO2-Emissionen entstehen dort. Heute brauchen wir keinen Strom aus Kohle mehr, es gibt viele Möglichkeiten, sauberen Strom herzustellen. Das muss sich ändern. Aus Respekt für unsere Zukunft auf unserer Erde – mit sauberer Luft!

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Caterina Comanducci

 

2 Gedanken zu “Mein Ausflug zum Hambacher Forst

  1. Toller Bericht! Ich war selber auf der Demo und kann Deine Eindrücke, Caterina, vollauf bestätigen. Wir müssen raus aus der Kohle und rein in 100% Erneuerbare Energien. Was fehlt, ist einzig und allein der politische Wille, um dieses umzusetzen! Die Bevölkerung ist hier schon um einiges weiter.

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