Das AKG auf dem Weg zur Klimaschule

Der Klimawandel betrifft uns alle, denn wir werden in der Welt leben müssen, die wir geformt haben, ob zum Guten oder zum Schlechten. Seit Jahren ist uns nicht nur bekannt, dass es den menschengemachten Klimawandel gibt und welche Folgen er mit sich bringt, sondern auch was nötig ist, um dieses massive Problem samt all seinen Folgeerscheinungen anzugehen und möglicherweise sogar zu lösen. Eine Möglichkeit, viele junge Menschen in unserer Gesellschaft für diese Thematik zu sensibilisieren ist das Konzept der sogenannten Klimaschulen.

Auch Europa hat dieses Jahr erneut die Auswirkungen des voranschreitenden Klimawandels zu spüren bekommen.

Was ist eine Klimaschule?

Die meisten Menschen denken bei CO2-Emissionen automatisch an Industrieanlagen oder Kohlekraftwerke. Allerdings sorgen auch Schulen für erstaunlich hohe CO2-Emissionen. Das liegt daran, dass sich dort mindestens fünf Tage die Woche hunderte Schülerinnen und Schüler, Lehr- und Verwaltungskräfte sowie Reinigungskräfte aufhalten. Sie müssen an die Schule kommen, benötigen Licht und Wärme und produzieren haufenweise Müll, wobei das nicht das Ende der Liste ist. Im Grunde verursachen Schulen diese Emissionen also vorwiegend wegen der schieren Masse an Menschen, die dort ein- und ausgeht.

Das Ziel des AKGs als zukünftige Klimaschule ist, diese Emissionen zu verringern, um schlussendlich einen klimaneutralen Schulbetrieb zu erreichen, in welchem die Leitgedanken Nachhaltigkeit und Klimaschutz mit der allgemeinen Schulentwicklung Hand in Hand gehen. Dies wollen wir durch vielfältige Maßnahmen erreichen, die mit Hilfe eines Klimaschutzplans koordiniert und letztlich ausgeführt werden und so eine Reduzierung der Emissionen des AKGs ermöglichen sollen.

Um einen derartigen Plan zu erarbeiten, muss jedoch zuerst einige Vorarbeit geleistet werden, denn bevor konkrete Maßnahmen ergriffen werden können, müssen zahlreiche Informationen gesammelt, Schulgremien mit einbezogen und Projektteams gegründet werden. Nachdem man dann den CO2-Fußabdruck der Schule bestimmt und das Auftaktevent stattgefunden hat, folgt schließlich die Erarbeitung eines auf die Schule zugeschnittenen Klimaschutzplans. Mit diesem können eine Vielzahl von Maßnahmen in acht unterschiedlichen Handlungsfeldern angegangen werden, um CO2-Emissionen zu verringern:

Neben den direkten Maßnahmen beeinflussen Klimaschulen das Klima jedoch auch indirekt. Indem Schülerinnen und Schüler in der Schule dazu angehalten werden, beispielsweise die Heizung herunterzudrehen, wenn die Fenster geöffnet werden oder das Licht beim Verlassen eines Raums auszumachen, übertragen sich diese Verhaltensweisen auch auf ihr privates Umfeld. Dieser Effekt wird außerdem noch gezielt verstärkt, indem die Kinder und Jugendlichen im Unterricht und Arbeitskreisen sensibilisiert werden.

Was bedeutet dies für das AKG?

Die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind für unsere Schule nichts Neues, wie man an einigen Arbeitskreisen, Pluskursen und P-/W-Seminaren unschwer erkennen kann. Der Schritt zur Klimaschule ist also nur logisch und wird unser Schulprofil langfristig aktiv und tiefgreifend beeinflussen.

Der offizielle Startschuss für das AKG fällt gleich in der ersten Schulwoche dieses Schuljahres 2022/23. Hierbei wird es einen umfangreichen Infostand zum Thema sowie etliche Mitmachaktionen geben und hochrangige Gäste aus der Stadtverwaltung, darunter Oberbürgermeister Peter Reiß, der auch die Schirmherrschaft für unser Projekt übernommen hat, werden der Veranstaltung einen gebührenden Rahmen verleihen.

Bereits in den letzten Monaten des vergangenen Schuljahres wurden von einer großen und fächerunabhängigen Lehrerarbeitsgruppe etliche Entscheidungen und Vorbereitungen getroffen. Um die gesetzten Ziele erreichen zu können, wird das AKG darüber hinaus eng mit der Stadt Schwabach, unter anderem mit dem neuen Umweltreferat (Referat 5: Umwelt, Mobilität, Nachhaltigkeit und Klimaschutz) und der Klimaschutzbeauftragten Schwabachs Tanja Helm, zusammenarbeiten. Mit dieser Unterstützung und dem Engagement seitens der Schulfamilie können wir unser Ziel erreichen und die Welt ein kleines bisschen verbessern.

“Handeln wir gemeinsam. Jetzt.”

Mirjam Stief, Q11

Bilder: Klimaschule Bayern und Pixabay

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